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Radiale Stosswellentherapie
Die fokussierte extrakorporale Stosswellentherapie entstammt der Urologie, wo sie sich zur Zertrümmerung von Nieren- und Harnsteinen durchgesetzt hat und weltweit angewandt wird. Entscheidende technische Veränderungen der Geräte ermöglichen nun auch einen schonenden, risiko- und nebenwirkungsarmen Einsatz von Stosswellen bei verschiedenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Die radiale extrakorporale Stosswellentherapie wird heute erfolgreich in der Human-, wie auch in der Tiermedizin eingesetzt. Radiale Stosswellen sind mechanisch erzeugte Druckwellen, welche sich als Schallwellen über die Hautoberfläche in das Gewebe hinein ausbreiten. In zahlreichen Studien konnte die Wirksamkeit, nach den Kriterien der sogenannten evidenzbasierten Medizin nachgewiesen werden.
Die Wirkung?
Durch die eingebrachte Energie der Schallwellen werden in unseren Zellen Mikroläsionen und als Folge davon „molekularbiologische Antworten“ ausgelöst. Radiale Stosswellen bewirken die Ausschüttung von zahlreichen Substanzen, die als Botenstoffe im Körper verschiedene Reaktionen auslösen. Einer dieser Stoffe ist der Schmerzmediator und Wachstumsfaktor Substanz P. Die Stosswellentherapie führt zu Analgesie, zu einer Erweiterung der Blutgefässe, zu einer verstärkten Durchblutung, zu reparativen Vorgängen und der Stimulation von Stammzellen.
Radiale Stosswellen können Entzündungsmediatoren wie COX II hemmen und induzieren damit einen antiphlogistischen Effekt. Dies führt zu einer Abschwächung entzündlicher Prozesse. Radiale Stosswellen bewirken die Freisetzung freier Radikale. So werden körpereigene zelluläre Abwehrmechanismen gestärkt - der Körper beginnt sich wieder aktiv gegen seine Erkrankung zu wehren. Nach wissenschaftlichen Studien wirken Radiale Stosswellen auch über eine Hyperstimulation von Nervenfasern. Aufsteigende Schmerzreize werden durch Überstimulation von Nervenfasern blockiert und führen so zu einer Verstärkung der analgetischen Wirkung - Gate-Control-Theorie.
Welche Anwendungsgebiete?
Die radiale Stosswellentherapie zeigt gute Erfolge bei folgenden Beschwerdebildern: Pseudoarthrosen, nicht heilende Knochenbrüche, Achillessehnenerkrankungen mit und ohne Kalkeinlagerung, chronifizierte Sehnen- und Bänderschmerzen, z.B. an der Kniescheiben-Spitze, an den Knieseitenbändern, im Bereich der Hüfte, am Handgelenk, usw., Trigger-Punkte in Muskulatur und Sehnen (chronische Schmerzpunkte mit Verkürzung und Gewebeumbau), schmerzhafte Verkalkung der Schulter, schmerzhafte Fersenschmerzen durch Fersenspornbildung, Tennis- oder Golferellbogen, Ulcus cruris, schlecht heilendes Narbengewebe.
Die Nebenwirkungen?
Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungen oder oberflächlichen Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Die Symptome verschwinden häufig aber bereits nach 1 – 2 Tagen. Durch das starke Klopfen und den Druck des Handstückes auf den Körper wird die Behandlung nie als angenehm empfunden, anders können die Schallwellen aber nicht wirkungsvoll eingebracht werden. Die während der Behandlung empfundenen Schmerzen werden zudem, je nach Verfassung des Patienten, unterschiedlich stark wahrgenommen.
Welches sind Kontraindikationen?
· Thrombose · Blutgerinnungsstörungen · Einnahme von Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen · Akute Entzündungen im Behandlungsgebiet · Kortisonbehandlung und Chemotherapie · Tumoren im Behandlungsgebiet · Schwangerschaft · Gasgefülltes Gewebe (Lungengewebe im unmittelbaren Behandlungsgebiet) · Grosse Gefässe und Nervenstränge im Behandlungsgebiet
Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns bitte, wir beraten Sie gerne!
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Stosswellenbeschreibung als pdf-File
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